Fleischallergie, was nun?

Da ich selbst seit Jahren unter Allergien wie Hausstaubmilben, Nickel, Fleisch, u. v. m. sowie unter Glutenunverträglichkeit und Histaminintoleranz leide, ist es mir eine Herzensangelegenheit, dieses Wissen anderen zugänglich zu machen. Nachfolgend finden Sie einen Beitrag, meines Ehemanns, René Avold (Dr. med. R. Schmelcher).

„Die Ursache der Fleischallergie war lange Zeit völlig unbekannt. Als diese bei mir selbst begann, sagte mir eine Allergologin, das gebe es in meinem Alter gar nicht!

Nun aber ist klar: Auslöser ist ein Zeckenstich! Die Zecke spritzt neben ihren Giften einen Zucker ins Blut, Alpha-Galaktose. Der Körper reagiert bald allergisch auf Alpha-Galaktose, die in allen Fleischsorten enthalten ist, ja sogar im roten Thunfisch. Dies ist auch im Fernsehen veröffentlicht worden, und Sie können es im Internet unter „Zecke und Fleischallergie“ finden.

Huhn und Zuchtfische enthalten eigentlich keine Alpha-Galaktose, nur leider werden diese heute mit „Rohprotein“ gefüttert, das sind industrielle Schlachtabfälle, so dass in diesen eben doch dieser Zucker enthalten ist, was Sie daran bemerken, dass Ihnen nach Verzehr von Hähnchen oder Zuchtforelle schlecht wird.

Wie bemerken Sie nun eine Fleischallergie? Es beginnt mit Übelkeit, aber auch mal, wie bei mir, mit Urticaria nach einem Steak. Sie können sich das zunächst nicht erklären und essen bei Gelegenheit wieder Rindfleisch. Daraufhin erfolgt nach 2-3 Stunden, wenn die Nahrung den Dünndarm erreicht, schwere Übelkeit, Erbrechen und Durchfall bis zu einer Dauer von mehreren Stunden. Nun werden Sie den Zusammenhang verstehen und von Rind Abstand nehmen, nur folgen die genannten Symptome nach einiger Zeit auch auf alle anderen Fleischsorten und natürlich auf Fleischbrühe, Wurst und Schinken.

Die Allergie kann im Blut nachgewiesen werden: das IgE (Imunglobulin E) ist erhöht, RAST- Teste auf die verschiedenen Fleischsorten sind positiv (und bei welchen Fleischarten nicht, so folgt dies leider bald). Die Teste zeigen die Höhe der Antikörper an. Damit ist das Krankheitsbild bewiesen!

Eine Therapie gibt es nicht. Antiallergica, Antihistaminica können Sie weglassen. Es hilft Ihnen, wie bei der Glutenunverträglichkeit, nur die konsequente, aufmerksamste Karenz!

Ein Trost: Sie leben wahrscheinlich gesünder und länger, ohne Herzinfarkt, Schlaganfall und allgemeine Gefäßveränderungen, weil Sie keine tierischen Fette zu sich nehmen.“

René Avold (Dr. med. Reinhard Schmelcher)

Ölgemälde von René Avold – Fischermen´s Friend

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