Forstwirtschaft und Fördermittel? Auch das ist möglich!

Zwei Einzelunternehmer, die in der Forstwirtschaft tätig sind, gründen eine GmbH mit Sitz in einem Landesfördergebiet in Rheinland-Pfalz. Beide werden als geschäftsführende Gesellschafter eingetragen. Die GmbH hat bisher noch keine Fördermittel in Anspruch genommen. Damit sich die Firma gegenüber Wettbewerbern behaupten kann, wird eine neue Maschine benötigt. Die Nettokosten dafür betragen 350.000 EUR. Durch die Maschine können mehr Aufträge bearbeitet werden. Hierfür sollen zwei neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Die GmbH bekommt Aufträge von privaten Kunden und über Ausschreibungen von Autobahnmeistereien, Kommunen und Land- und Forstwirtschaft.

Eine erste Fördermittelrecherche ergibt, dass die GmbH und deren Kunden folgende Möglichkeiten haben:

  1. ERP Gründerkredit Startgeld, ein Förderdarlehen der KfW Bank
  2. Über die ISB Bank könnte ein Gründerkredit bis 2 Mio. EURO bei 3 tilgungsfreien Jahren generiert werden.
  3. Der KfW Unternehmerkredit gilt für Gründer und bestehende Unternehmen.
  4. Eine Bürgschaft des Bundes bietet bis zu 80% Ausfallrisiko an.
  5. In Rheinland-Pfalz gibt es projektbezogene Zuschüsse für die Forstwirtschaft.
  6. Die ISB Bank bietet einen Zuschuss von bis zu 20% über die Regionalförderung Landesfördergebiet an. Dabei ist zu prüfen, welche Branchen ausgeschlossen sind.
  7. Schadensbewältigung in Land- und Forstwirtschaft durch die landwirtschaftliche Rentenbank. Dabei sind Zuschüsse bis zu 100% bei Naturkatastrophen, widrige Witterungsverhältnisse bis 80% für Landwirtschaft, 100% Forstwirtschaft, Antragssteller: Unternehmen landwirtschaftlicher Erzeugnisse, Imkerei oder Forstwirtschaft möglich.

Nach Rücksprache mit der ISB Bank zum Programm „Regionalförderung Landesfördergebiet“ stellt sich  heraus, dass Land- und Forstwirtschaft eigentlich ausgeschlossen sind, außer es geht um die Verarbeitung oder Vermarktung. Das trifft auf das Unternehmen zu.

Da jedes Vorhaben einzigartig ist, sollte immer geprüft werden, welche Fördermöglichkeiten es gibt.

Viel Erfolg beim nächsten Vorhaben
wünscht Silke Bremser

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